Security-Header Ihrer Website prüfen
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Was Security-Header nicht leisten
Security-Header sagen dem Browser, wie er Ihre Seite sicher anzeigen soll. Sie sind eine zusätzliche Schutzschicht, mehr nicht:
- Sie ersetzen keine Updates: Eine Lücke in veralteter Software, etwa im Website-System, in einer Erweiterung oder in PHP, bleibt offen, bis ein Update sie schließt.
- Sie ersetzen keine sicheren Passwörter: Wer die Zugangsdaten zur Verwaltung Ihrer Website kennt, kommt trotz aller Header hinein.
- Sie schützen nicht vor Fehlern im Code: Eine Lücke in einem Formular oder einer Erweiterung schließen Header nicht. Eine gut eingestellte Content-Security-Policy kann die Folgen mancher Lücken nur begrenzen.
- Sie wirken im Browser Ihrer Besucher: Angriffe direkt auf Ihren Server halten sie nicht ab.
Prüfen Sie deshalb auch, ob Website-System, Erweiterungen und PHP aktuell sind.
So prüfen wir
Das Werkzeug liest die Header, die Ihr Server mit der Startseite schickt – dieselbe Antwort, die auch der Website-Check auswertet. Es ruft dafür nichts zusätzlich ab und zeigt jeden Header als eigenen Punkt.
Der Weg zum Ergebnis
- Aus Ihrer Eingabe wird der reine Domainname. Wir prüfen nur Websites, die öffentlich im Internet stehen; zeigt die Domain oder eine Weiterleitung auf eine interne Adresse, brechen wir ab.
- Unser Server ruft die Startseite über https:// und http:// auf und folgt höchstens 3 Weiterleitungen. Ausgewertet werden die Header der letzten Antwort über https://; kommt dort keine Verbindung zustande, die der letzten Antwort über http://.
- Antwortet die Startseite am Ende nicht mit einem Status von 200 bis 299, bewerten wir nichts: Eine Fehlerseite kann andere Header senden als die Startseite.
- Groß- und Kleinschreibung der Header-Namen zählt nicht. Kommt ein Header mehrfach vor, werten wir ihn so, wie Browser es tun: bei HSTS gilt der erste, bei der Content-Security-Policy gelten alle zusammen.
- HSTS bewerten wir nur, wenn die Startseite über https:// mit gültigem Zertifikat antwortet. In Ordnung ist max-age ab 180 Tagen, wie im Website-Check; das ist ein Richtwert. Fehlt der Header, fehlt max-age, steht max-age auf 0 oder auf weniger Tagen, ist das eine Warnung.
- Der Website-Check bewertet fünf Header zusammen als einen Punkt: Content-Security-Policy, X-Content-Type-Options, Schutz vor Einbettung, Referrer-Policy und Permissions-Policy. Ab 4 gesetzten ist dieser Punkt in Ordnung, ab 2 eine Warnung, darunter ein Fehler.
- Das Werkzeug zeigt diese fünf einzeln und folgt der Gewichtung des Checks: Fehlen Schutz vor Einbettung, X-Content-Type-Options oder Referrer-Policy, ist das ein Hinweis, solange der Punkt im Check noch in Ordnung wäre, sonst eine Warnung. Fehlen Content-Security-Policy oder Permissions-Policy, ist das immer ein Hinweis; bei kleinen Websites ist beides üblich.
- Content-Security-Policy ist in Ordnung, wenn der Header gesetzt ist. Steht nur Content-Security-Policy-Report-Only da, ist das ein Hinweis: Dann meldet der Browser Verstöße, blockiert aber nichts.
- Schutz vor Einbettung ist in Ordnung mit frame-ancestors in der Content-Security-Policy oder mit X-Frame-Options auf DENY oder SAMEORIGIN. Andere Werte wie ALLOW-FROM beachten aktuelle Browser nicht.
- X-Content-Type-Options ist mit nosniff in Ordnung, Referrer-Policy mit einem gültigen Wert und Permissions-Policy, sobald sie gesetzt ist.
- Versionsangaben: Nennt der Header Server oder X-Powered-By eine Versionsnummer wie „Apache/2.4“ oder „PHP/8.3“, ist das eine Warnung. Ohne Nummer, etwa nur „Apache“, ist der Punkt in Ordnung.
- Das Ergebnis einer Domain bewahren wir 10 Minuten auf. Wird sie in dieser Zeit noch einmal geprüft, zeigen wir es mit der Uhrzeit der ursprünglichen Prüfung.
Annahmen und Grenzen
- Geprüft wird die Startseite. Unterseiten, Bilder und andere Dateien können andere Header senden.
- Wir werten nur HTTP-Header aus. Eine Content-Security-Policy in einem meta-Tag im HTML sieht das Werkzeug nicht; frame-ancestors und X-Frame-Options wirken dort ohnehin nicht.
- Ob eine gesetzte Content-Security-Policy oder Permissions-Policy gut schützt, bewertet das Werkzeug nicht. Es zeigt nur, ob sie gesetzt ist.
- Unser Server ruft Ihre Website als Prüfwerkzeug auf, nicht als Browser. Sendet Ihr Server oder ein vorgeschalteter Dienst Browsern andere Header, sieht die Prüfung das nicht.
- Das Ergebnis speichern wir mit Domain und Prüfzeit 10 Minuten lang, ohne Bezug zu Ihnen. Zum Schutz vor Missbrauch sind je Besucher 20 Prüfungen in der Stunde möglich und je Domain 30 Prüfungen in der Stunde über alle Besucher.
Häufige Fragen
Fragen zu diesem Werkzeug
Etwas offen geblieben? Schreiben Sie uns per E-Mail an hello@cortexion.ai oder unter +49 221 67763990.
Security-Header sind Angaben, die Ihr Server mit jeder Seite an den Browser schickt. Sie stehen nicht auf der Seite selbst, sondern im Kopf der Antwort. Mit ihnen sagt Ihr Server dem Browser zum Beispiel, dass er die Seite nur verschlüsselt laden soll, dass fremde Websites sie nicht einbetten dürfen und aus welchen Quellen sie Dateien laden darf. Der Browser hält sich daran und schützt so Ihre Besucher.
Einfach und für die meisten Websites gefahrlos sind X-Content-Type-Options mit nosniff, der Schutz vor Einbettung mit X-Frame-Options und eine Referrer-Policy. HSTS lohnt sich, sobald Ihre Website und alle Subdomains zuverlässig über HTTPS laufen. Eine Content-Security-Policy kann am meisten bewirken, braucht aber sorgfältige Arbeit. Permissions-Policy ist Feinschliff.
Die Versionsnummer verrät, welche Software in welchem Stand auf Ihrem Server läuft. Automatische Angriffswerkzeuge suchen gezielt nach Ständen mit bekannten Lücken. Die Nummer auszublenden schließt keine Lücke, macht die Suche aber schwerer. Wichtiger bleibt, die Software aktuell zu halten.
Ja, manche schon. Eine Content-Security-Policy, die eine benötigte Quelle nicht erlaubt, blockiert etwa Skripte, Schriften oder eingebettete Inhalte; beginnen Sie deshalb mit Content-Security-Policy-Report-Only. X-Frame-Options mit DENY verbietet auch Ihren eigenen Seiten, die Seite einzubetten. HSTS zwingt Browser für die Dauer von max-age auf HTTPS; mit dem Zusatz includeSubDomains gilt das für alle Subdomains, und eine Subdomain ohne gültiges Zertifikat ist dann nicht mehr erreichbar. Testen Sie Änderungen deshalb zuerst auf einer Kopie Ihrer Website.
Das hängt von Ihrem Hosting ab. Manche Hoster bieten in ihrer Verwaltungsoberfläche Schalter für HSTS oder einzelne Header an. Läuft Ihre Website auf einem Apache-Server, setzen Sie Header oft in der Datei .htaccess im Hauptverzeichnis, wenn Ihr Hoster das erlaubt und das Modul mod_headers aktiv ist. Auf einem eigenen Server stehen sie in der Servereinstellung, etwa von Apache oder nginx. Manche Website-Systeme setzen Header auch über eine Erweiterung. Fragen Sie im Zweifel Ihren Hoster.
Erstellt vom Cortexion-Team · Stand: