SPF, DKIM und DMARC prüfen
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So prüfen wir
Das Werkzeug nutzt dieselben Prüfungen wie unser Website-Check im Bereich „E-Mail & Domain“: die 4 Punkte, die den Empfang und Versand von E-Mails betreffen. Den fünften Punkt des Bereichs, die Erreichbarkeit der Website über IPv6, zeigt nur der vollständige Check.
Der Weg zum Ergebnis
- Aus Ihrer Eingabe wird der reine Domainname: Adressen wie https://www.ihre-firma.de/kontakt oder info@ihre-firma.de kürzen wir auf den Namen. Ein vorangestelltes „www.“ lassen wir für die E-Mail-Einträge weg.
- Wir prüfen nur Domains, die auf eine öffentliche Adresse im Internet zeigen. Zeigt die Domain auf eine interne oder private Adresse, brechen wir ab.
- Im DNS fragen wir die MX-Einträge ab. Sie bestimmen, welcher Server E-Mails an Adressen Ihrer Domain annimmt. Ein Null-MX („MX 0 .“ nach RFC 7505) heißt: Die Domain empfängt bewusst keine E-Mail. Das ist in Ordnung, kein Fehler.
- Unter der Domain selbst suchen wir den TXT-Eintrag, der mit „v=spf1“ beginnt. Erlaubt er jedem Server den Versand („+all“) oder gibt es mehr als einen SPF-Eintrag, ist das ein Fehler; endet er neutral mit „?all“, eine Warnung.
- Außerdem zählen wir die DNS-Abfragen, die der SPF-Eintrag auslöst: jedes include, a, mx, ptr, exists und redirect, auch in den Einträgen, die er einbindet. Mehr als 10 sind eine Warnung, denn darüber werten Empfänger SPF als Fehler (RFC 7208, Abschnitt 4.6.4).
- Für DKIM fragen wir den Schlüssel unter <Selektor>._domainkey.<Ihre Domain> ab, und zwar nur für diese 22 gängigen Selektoren: default, google, selector1, selector2, k1, k2, mail, dkim, s1, s2, smtp, key1, sig1, mxvault, zoho, protonmail, fm1, s1-ionos, s2-ionos, s42582890, strato-dkim-0002, strato-dkim-0003. Darunter sind die Selektoren von IONOS und Strato. Nennen Sie oben einen eigenen Selektor, fragen wir ihn zuerst ab.
- Ist die Angabe „p=“ eines DKIM-Schlüssels leer, ist er widerrufen (RFC 6376, Abschnitt 3.6.1). Findet die Prüfung nur widerrufene Schlüssel, ist das eine Warnung, kein „in Ordnung“.
- Unter _dmarc.<Ihre Domain> lesen wir die DMARC-Richtlinie: „reject“ und „quarantine“ gelten als in Ordnung, „none“ als Warnung, ein fehlender, doppelter oder ungültiger Eintrag als Fehler. Fehlt die Angabe „rua“, sagen wir dazu, dass keine Berichte ankommen; die Maßnahme „Berichte auswerten“ nennen wir nur, wenn rua gesetzt ist.
- Jeder Punkt erhält einen dieser Zustände: in Ordnung, Warnung, Fehler, nicht relevant oder nicht prüfbar. Hat die Domain keinen Mailserver, gelten fehlendes SPF und DMARC nur als Warnung. Ein nicht gefundener DKIM-Schlüssel ist kein Fehler, weil Ihr Mailanbieter einen anderen Selektor verwenden kann.
- DKIM ist nicht relevant, wenn die Domain laut Null-MX bewusst keine E-Mail empfängt, keinen Mailserver hat oder laut SPF-Eintrag „v=spf1 -all“ kein Server in ihrem Namen versenden darf. Der Punkt zählt dann nicht als offen.
- Das Ergebnis einer Domain bewahren wir 10 Minuten auf. Wird sie in dieser Zeit noch einmal geprüft, zeigen wir es mit der Uhrzeit der ursprünglichen Prüfung.
Annahmen und Grenzen
- Geprüft werden die Einträge im DNS, keine echte E-Mail. Ob eine Nachricht SPF, DKIM und DMARC tatsächlich besteht, zeigt die Zeile „Authentication-Results“ im Kopf einer empfangenen E-Mail.
- Ob Ihr SPF-Eintrag alle Dienste nennt, die in Ihrem Namen versenden – etwa Newsletter-Tool oder Buchhaltungssoftware –, prüft das Werkzeug nicht. Makros wie „%{d}“ können wir beim Zählen der DNS-Abfragen nicht auflösen; dann steht „mindestens“ vor der Zahl.
- Für DKIM prüfen wir nur, ob unter einem der abgefragten Selektoren ein Schlüssel steht und ob er widerrufen ist, nicht, ob er zu Ihrem Mailserver passt.
- Die Domain muss auf eine Website im Internet zeigen. Domains, die nur für E-Mails genutzt werden und keinen Eintrag für eine Website haben, kann das Werkzeug nicht prüfen.
- Das Ergebnis speichern wir mit Domain, gegebenenfalls Selektor und Prüfzeit 10 Minuten lang, ohne Bezug zu Ihnen. Zum Schutz vor Missbrauch sind je Besucher 20 Prüfungen in der Stunde möglich.
Quellen
Stand: Oktober 2026. Maßgeblich sind die genannten Standards der IETF und die Angaben der Mailanbieter.
- Null-MX: RFC 7505. RFC 7505 (englisch)
- SPF und die Grenze von zehn DNS-Abfragen: RFC 7208, Abschnitt 4.6.4. RFC 7208, Abschnitt 4.6.4 (englisch)
- DKIM, leere Angabe „p=“ als widerrufener Schlüssel: RFC 6376, Abschnitt 3.6.1. RFC 6376, Abschnitt 3.6.1 (englisch)
- DMARC und die Angabe „rua“: Ohne sie dürfen Empfänger keine Sammelberichte schicken (RFC 9989, Abschnitt 4.7; löst RFC 7489 ab). RFC 9989, Abschnitt 4.7 (englisch)
- DKIM-Selektoren s1-ionos, s2-ionos und s42582890: Hilfe von IONOS. IONOS: E-Mail-Authentifizierung mit DKIM (englisch)
- DKIM-Selektoren strato-dkim-0002 und strato-dkim-0003: Unter diesen Namen veröffentlicht Strato seine Schlüssel im eigenen DNS (rzone.de); eine Anleitung von Strato nennt sie nicht.
Häufige Fragen
Fragen zu diesem Werkzeug
Etwas offen geblieben? Schreiben Sie uns per E-Mail an hello@cortexion.ai oder unter +49 221 67763990.
Drei Einträge im DNS Ihrer Domain, mit denen empfangende Mailserver prüfen, ob eine E-Mail wirklich von Ihnen stammt. SPF listet die Server, die in Ihrem Namen senden dürfen, DKIM unterschreibt jede Nachricht digital, und DMARC legt fest, was mit Nachrichten geschieht, die diese Prüfungen nicht bestehen.
Seit dem 1. Februar 2024 muss jeder, der E-Mails an Gmail-Konten schickt, SPF oder DKIM für seine Domain eingerichtet haben. Wer mehr als 5.000 Nachrichten am Tag an Gmail-Konten sendet, braucht SPF, DKIM und zusätzlich DMARC. Mit allen drei Einträgen sind auch kleine Betriebe auf der sicheren Seite, denn andere große Anbieter prüfen nach denselben Verfahren.
Ein zweiter SPF-Eintrag, etwa nach einem Wechsel des Mailanbieters: Erlaubt ist genau einer, sonst ist die Prüfung ungültig. Ebenso häufig sind „+all“ am Ende, das jedem Server den Versand erlaubt, vergessene Dienste wie Newsletter-Tool oder Online-Shop und zu viele Verweise – mehr als zehn weitere DNS-Abfragen sind nicht erlaubt.
Mit „p=none“ und einer Adresse für Berichte („rua=mailto:…“): Gefälschte Nachrichten werden dann noch zugestellt, Sie erhalten aber Berichte darüber, wer in Ihrem Namen sendet. Ohne rua kommen keine Berichte an. Tauchen dort nach einigen Wochen nur Ihre eigenen, korrekt eingerichteten Dienste auf, verschärfen Sie schrittweise auf „quarantine“ und „reject“. Wer sofort mit „reject“ startet, riskiert, dass auch eigene E-Mails nicht mehr ankommen.
Der Schlüssel steht im DNS unter einem Selektor, dessen Namen Ihr Mailanbieter festlegt. Das Werkzeug fragt nur gängige Namen ab; einen anderen finden Sie im Kopf einer versendeten E-Mail in der Zeile „DKIM-Signature“ hinter „s=“ und tragen ihn oben ein. Steht bei den Prüfergebnissen der Nachricht „dkim=pass“, ist DKIM in jedem Fall aktiv.
Erstellt vom Cortexion-Team · Stand: