Website für Elektriker: Was sie leisten muss und was sie kostet

Was eine Website für Elektriker leisten muss
Kunden suchen eine bestimmte Elektroarbeit, haben oft ein konkretes Problem im Haus und müssen einem Betrieb vertrauen, dessen Arbeit hinter Putz und Abdeckung verschwindet. Daraus ergeben sich fünf Aufgaben für die Website eines Elektrobetriebs.
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Elektroarbeiten und Einzugsgebiet auf den ersten Blick
Kunden suchen oft direkt nach der Arbeit, die sie brauchen: eine Wallbox, ein neuer Zählerschrank, mehr Steckdosen in der Küche, die Elektrik einer Altbauwohnung. Die Startseite sagt deshalb sofort, welche dieser Arbeiten Sie übernehmen, für wen Sie arbeiten – privat, gewerblich, für Hausverwaltungen – und welche Orte Sie anfahren. Für jede Elektroarbeit, mit der Sie gefunden werden wollen, etwa „Wallbox installieren“ oder „Zählerschrank erneuern“, gibt es eine eigene Seite.
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Die Störung von der geplanten Arbeit trennen
Ein Stromausfall im Haus, ein Fehlerstromschutzschalter, der immer wieder auslöst, oder eine verschmorte Steckdose ist eine andere Lage als die Planung einer Elektrosanierung. Wer ohne Strom dasitzt, liest keine Leistungsseite: Für diesen Fall steht die Telefonnummer gut sichtbar und auf dem Handy antippbar ganz oben, zusammen mit den Zeiten, zu denen Sie wirklich erreichbar sind. Eine Wallbox, eine Sanierung oder eine Photovoltaikanlage fragt man dagegen besser über ein Formular an, das gleich nach Art der Arbeit, Ort, Baujahr des Hauses und einem Foto vom Zählerschrank fragt.
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Die Fragen vor der Anfrage beantworten
Vor der Anfrage wollen Kunden eines Elektrikers zum Beispiel wissen: Arbeiten Sie auch in bewohnten Altbauten? Kümmern Sie sich um die Anmeldung beim Netzbetreiber? Was brauchen Sie für ein Angebot – Fotos vom Zählerschrank, das Baujahr, einen Grundriss? Wird bei einer Sanierung Raum für Raum gearbeitet oder alles auf einmal, und wie lange bleibt der Strom abgeschaltet? Jede dieser Antworten auf der Website erspart Ihnen einen Rückruf von der Baustelle.
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Vertrauen mit Belegen statt Behauptungen
Ob eine Elektroinstallation gut gemacht ist, sieht der Kunde nach dem Verputzen nicht mehr. Er muss dem Elektrobetrieb vorher vertrauen, und dabei helfen Belege: Meistertitel oder Eintragung in die Handwerksrolle, Mitgliedschaft in der Innung, die Eintragung im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers, Fotos eigener Arbeiten wie einer sauber verdrahteten und beschrifteten Unterverteilung und echte Bewertungen. Nennen Sie davon nur, was Ihr Elektrobetrieb tatsächlich vorweisen kann.
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Privat- und Gewerbekunden getrennt ansprechen
Hausbesitzer fragen nach Wallbox, Smart Home, Photovoltaik oder der Elektrik für die neue Küche. Gewerbekunden fragen nach der Prüfung elektrischer Anlagen und Geräte, nach Wartung, Hallenbeleuchtung oder Datennetz. Arbeiten Sie für beide, bekommt jede Gruppe einen eigenen Einstieg: Der Hausbesitzer findet die Wallbox, die Hausverwaltung oder der Gewerbekunde die Anlagenprüfung, ohne sich durch eine gemischte Liste zu lesen.
Welche Seiten Ihre Website braucht
Ein Elektrobetrieb mit wenigen Schwerpunkten kommt mit Startseite, drei Leistungsseiten und Kontakt aus; wer von der Steckdose bis zur Photovoltaikanlage alles anbietet, braucht mehr Leistungsseiten. So kann der Seitenplan aussehen:
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Startseite
Ihre Elektroarbeiten im Überblick, das Einzugsgebiet und die Telefonnummer für Störungen, ohne dass jemand scrollen muss; darunter der Weg zur Anfrage für geplante Arbeiten.
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Leistungsseiten
Je Leistung, die Sie wirklich anbieten, eine Seite: was Sie konkret machen, wie lange der Strom dafür abgeschaltet wird, wer die Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt und welche Fotos Sie für ein Angebot brauchen. Mögliche Seiten:
- Elektroinstallation und Altbausanierung
- Zählerschrank und Unterverteilung
- Wallbox und Ladestation
- Photovoltaik und Speicher
- Smart Home und Gebäudeautomation
- Sprechanlage, Alarm- und Videotechnik
- Prüfung elektrischer Anlagen und Geräte für Gewerbe
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Referenzen
Fotos eigener Arbeiten mit Ort und Aufgabe in einem Satz, etwa die neue Unterverteilung im Altbau oder die Beleuchtung einer Werkhalle, jeweils mit Zustimmung des Kunden.
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Über uns
Wer den Elektrobetrieb führt, Meister- oder Gesellenbrief, das Team und seit wann es den Betrieb gibt – mit Fotos von Menschen, die tatsächlich bei Ihnen arbeiten.
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Notdienst nur mit echtem Notdienst
Zeiten, Telefonnummer, Einzugsgebiet und ob Zuschläge anfallen, damit niemand nachts mit falschen Erwartungen anruft; dazu der Hinweis, dass bei einem Stromausfall in der ganzen Straße der Netzbetreiber zuständig ist.
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Karriere wenn Sie Personal suchen
Offene Stellen und Ausbildungsplätze zur Elektronikerin oder zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, mit dem, was Bewerber bei Ihnen erwartet, und einem einfachen Weg, sich zu melden.
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Kontakt und Anfrage
Telefon, E-Mail und Anschrift sowie ein Formular, das nach Art der Elektroarbeit, Ort und Zeitraum fragt und Fotos annimmt, etwa vom Zählerschrank oder vom geplanten Wallbox-Stellplatz.
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Impressum und Datenschutz
Die Pflichtseiten; was ein Elektrobetrieb dort angeben sollte, steht im übernächsten Abschnitt.
Was kostet eine Website für Elektriker?
Ob Sie es Website oder Homepage nennen: Der Aufwand für einen Elektrobetrieb hängt vor allem davon ab, wie viele Leistungen von der Elektroinstallation bis zur Photovoltaik Sie einzeln zeigen, ob Fotos eigener Arbeiten vorhanden sind und ob Sie auch Gesellen und Auszubildende ansprechen wollen. Ein Auftritt mit Notdienst, Gewerbebereich und Karriere-Seite braucht mehr als eine Startseite mit drei Leistungen und Kontakt.
Was eine Website über mehrere Jahre bei einer Agentur, mit einem Baukasten oder mit KI kostet, rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen im Website-Kosten-Rechner nach; den Umfang wählen Sie dort nach dem Seitenplan oben.
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- Laufzeit
- Im Monatsvertrag mindestens ein Monat, danach monatlich kündbar; der Jahresvertrag verlängert sich um jeweils zwölf Monate. Keine Setup-Gebühr.
Kommt eine Leistung dazu, etwa ein Speicher zur Photovoltaik oder Ladestationen für einen Firmenparkplatz, beauftragen Sie die neue Seite mit einem Satz.
Pflichtangaben und Auftritt
Dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung. Er nennt, was in der Regel für Elektrobetriebe gilt; Einzelheiten klären Sie mit Ihrer Handwerkskammer, Ihrer Innung oder Ihrem Fachverband.
- Impressum nach § 5 DDG: Auch der Elektrobetrieb mit einer einzigen Seite braucht ein leicht erreichbares Impressum, unter anderem mit Name und Anschrift, einer E-Mail-Adresse für die schnelle Kontaktaufnahme und, soweit vorhanden, Handelsregistereintrag und Umsatzsteuer- oder Wirtschafts-Identifikationsnummer; bei einer Elektro-GmbH zusätzlich Rechtsform und Vertretungsberechtigte.
- Handwerkskammer: Elektrobetriebe sind in der Regel in die Handwerksrolle eingetragen. Ob Ihr Impressum zusätzlich die zuständige Kammer, die Berufsbezeichnung und die berufsrechtlichen Regelungen nennen muss, fragen Sie Ihre Handwerkskammer.
- Titel und Zeichen: „Meisterbetrieb“, „Innungsbetrieb“ sowie Logos von Verbänden, Prüfzeichen oder Herstellern von Wallboxen und Wechselrichtern nur, wenn sie auf Ihren Betrieb zutreffen und Sie sie verwenden dürfen. Im Zweifel fragen Sie Innung oder Verband.
- Datenschutzerklärung: Sie beschreibt, was die Website tatsächlich tut, etwa was mit den Fotos vom Zählerschrank oder Sicherungskasten aus dem Anfrageformular geschieht.
- Zusagen: Keine Festpreise für die Wallbox, keine Reaktionszeiten beim Stromausfall und kein „rund um die Uhr erreichbar“, wenn Sie das im Alltag nicht einhalten können.
Gleicher Auftritt überall: Name, Anschrift und Telefonnummer stehen auf Website, Google-Unternehmensprofil, Rechnung, Briefpapier und Fahrzeugbeschriftung gleich. Wer Ihren Wagen in der Straße sieht und danach sucht, findet so denselben Betrieb wieder.
Gefunden werden vor Ort
Neben der Website zählt bei der Suche nach einem Elektriker in der Nähe Ihr Unternehmensprofil bei Google. Es erscheint in Google Maps und neben den Suchergebnissen; wer mit ausgelöster Sicherung nach einem Elektriker sucht, kann Sie dort direkt anrufen oder Ihre Website öffnen.
- Wählen Sie eine passende Hauptkategorie wie „Elektriker“ und weitere Kategorien nur für Leistungen, die Sie wirklich anbieten.
- Elektriker arbeiten meist beim Kunden. Empfangen Sie keine Kunden im Betrieb, tragen Sie Ihr Einzugsgebiet als Servicegebiet ein; die Betriebsadresse muss dann nicht öffentlich erscheinen.
- Erreichbarkeit, Telefonnummer und Leistungen stimmen mit der Website überein: Steht im Profil kein Notdienst, steht auch auf der Website keiner.
- Zeigen Sie Fotos eigener Arbeiten, etwa eine fertige Unterverteilung oder das beschriftete Firmenfahrzeug, und Ihres Teams, keine Bilder aus Bilddatenbanken.
Bewertungen können Kunden prüfen, bevor sie Sie ins Haus lassen. Fragen Sie nach einem abgeschlossenen Auftrag, solange der Kunde zufrieden vor seiner neuen Unterverteilung oder Wallbox steht – am einfachsten mit einem direkten Bewertungslink, etwa als QR-Code auf Rechnung, Übergabeprotokoll oder Visitenkarte.
Google-Bewertungslink mit QR-Code erstellen
- Antworten Sie auf Bewertungen sachlich, auch auf Kritik an Terminen oder am Staub nach dem Schlitzestemmen, und ohne Daten des Kunden zu nennen.
- Bieten Sie für Bewertungen keine Gegenleistung an, auch keinen Rabatt auf die nächste Elektroprüfung; das untersagen die Richtlinien von Google.
Eigene Seiten für Nachbarorte lohnen sich nur mit eigenem Inhalt, etwa der Hallenbeleuchtung, die Sie dort für einen Betrieb erneuert haben; dieselbe Seite mit ausgetauschtem Ortsnamen hilft niemandem. Eine bestimmte Platzierung bei Google kann Ihnen niemand versprechen, auch wir nicht.
Häufige Fragen
Fragen von Elektrikern zur eigenen Website
Etwas offen geblieben? Schreiben Sie uns per E-Mail an hello@cortexion.ai oder unter +49 221 67763990.
Für jede Leistung, mit der Sie gefunden werden wollen, ja: Eine Seite über Wallboxen beantwortet die Fragen eines Wallbox-Kunden besser als ein Stichwort in einer langen Liste. Kleinere Arbeiten wie Lampen anschließen oder Steckdosen versetzen können gesammelt auf einer Seite stehen. Für den Anfang reichen Startseite, die drei wichtigsten Leistungsseiten und Kontakt; die Seite für Photovoltaik oder Smart Home kommt dazu, wenn Sie das anbieten.
Feste Preise sind bei Elektroarbeiten schwierig, weil Zustand der Anlage, Leitungswege und Zählerschrank den Aufwand bestimmen. Besser erklären Sie auf der Wallbox-Seite, wovon der Preis abhängt, etwa vom Weg der Leitung zwischen Zählerschrank und Stellplatz, und welche Fotos Sie für ein Angebot brauchen. Einen Pauschalpreis nennen Sie nur, wenn Sie ihn genau so anbieten und dazuschreiben, was er enthält.
Ja, wenn Sie genau die Zeiten nennen, zu denen Sie tatsächlich erreichbar sind, und sagen, ob Zuschläge anfallen. „24 Stunden erreichbar“ gehört nur auf die Website, wenn das im Alltag stimmt. Bieten Sie keinen Notdienst an, schreiben Sie das dazu; dann weiß der Kunde mit ausgefallenem Strom, dass er nachts einen anderen Betrieb anrufen muss.
Fragen Sie vorher den Kunden und halten Sie seine Zustimmung schriftlich fest. Achten Sie darauf, dass auf den Fotos keine Personen, Namen an Klingeln, Hausnummern oder Autokennzeichen zu erkennen sind; bei Alarm- und Videotechnik auch nicht, wo beim Kunden Kameras und Melder sitzen. Gut eignen sich Detailaufnahmen eigener Arbeit, etwa eine fertig verdrahtete Unterverteilung oder eine montierte Wallbox.
Dann hilft sie bei anderem als bei mehr Anfragen: Sie sprechen gezielt die Aufträge an, die Sie wollen, etwa Sanierungen statt Kleinreparaturen, und fragen mit dem Formular gleich die Angaben ab, die Sie für ein Angebot brauchen. Außerdem ist die Website der Ort, an dem sich Gesellen und Auszubildende ein Bild von Ihrem Betrieb machen, bevor sie sich bei Ihnen bewerben.
Erstellt von Marc Bode · Stand: